TSC informiert

Mandantenbrief April 2016

Aktuelles aus Steuern, Recht und Wirtschaft

Firma im Ausland - Steuern sparen

Werte Interessenten,
liebe Mandanten,

mit diesem Mandantenbrief wollen wir Sie auf aktuelle Entwicklungen im internationalen Steuerrecht aufmerksam machen.

Internationales Steuerrecht ist einem stetigem Wandel unterworfen. Wir, als Ihre Berater wollen Ihnen helfen, auf dem Laufenden zu bleiben und Ihre Steuerlast optimal zu reduzieren.

Unser Anliegen ist es, Mandanten und Anderen, die am internationalen Steuerrecht interessiert sind, aktuelle Entwicklungen vor zu stellen.

Gerne stehen wir Ihnen für Ihre individuellen Fragen auch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Ihre TSC

Zypern hat Rettungsprogramm verlassen

Zypern hat als viertes Land das ESM-Rettungsprogramm von IWF, EU und EZB verlassen. Die zur Verfügung gestellten Hilfsmittel wurden nur zum Teil in Anspruch genommen.

Die zyprische Regierung hat 6,3 Milliarden Euro aus dem ESM abgerufen und benötigt die restlichen 2,7 Milliarden Euro aus dem Paket nicht mehr.

Der Inselstaat ist nun nach Irland, Spanien und Portugal das vierte Land der Euro-Zone, das ohne Anschlussfinanzierung auskommt. Lediglich in Griechenland läuft noch ein ESM-Programm.

Finanzminister zufrieden

Die Finanzminister der Euro-Staaten sind zufrieden darüber, dass das Hilfsprogramm für Zypern nicht verlängert werden muss. Das Land habe einen sehr guten Job gemacht und könne sich wieder selbst finanzieren, sagte Eurogruppen-Chef Dijsselbloem. Die Gesundung der Staatsfinanzen sei auf den Weg gebracht.

Seit mehr als einem Jahr kann sich Zypern wieder über die Finanzmärkte bedienen, vor einem Jahr wurden die Kapitalverkehrskontrollen aufgehoben.

Zypern hat den vielen Erfolgsgeschichten seit der Inselteilung 1974 eine weitere hinzugefügt: Drei Jahre nach dem Zusammenbruch der großen Systembanken – allen voran Laiki - und der Vereinbarung eines Hilfsprogramms in Höhe von zehn Milliarden Euro verlässt das Land den ESM.

Banken und Wirtschaft stabil

Die Laiki als zweitgrößte Bank wurde abgewickelt und die Bank of Cyprus als größte Bank restrukturiert und refinanziert. Dann sprang auch die restliche Wirtschaft wieder an. 2015 gab es, begünstigt durch den starken Tourismus, gar ein Wachstum von 1,6 Prozent.

Die Lage hat sich nunmehr stabilisiert, sagte der zyprische Finanzminister Harris Georgiades während eines Vortrages der Manager-Lounge in Berlin. So wurde im April 2015 ein Gesetz beschlossen, das die Abgabe der Kredite an internationale Inkassofirmen und Fonds möglich macht – eine Praxis, gegen die sich Griechenland vehement wehrt. So hat Zypern hat die EU-Regulierungen – anders als Griechenland - von Beginn an in die Gesetzgebung aufgenommen.

„Irland hat den Weg aus der Finanzkrise gemeistert. Ein stabiler Standort mit hervorragender Infrastruktur und geringen Steuersätzen – ideal für eine Firmengründung“

Auch die Direktorin des IWF Christine Lagarde lobte die Anstrengungen des kleinen Eurostaates:
„Das zyprische Bankensystem steht nun auf einer viel solideren Grundlage."

Zypern ist und bleibt ein attraktiver Standort für Unternehmen. Die Bankenkrise hat dazu beigetragen, dass staatliche Strukturen hinterfragt wurden und Reformen konsequent umgesetzt wurden. Im Sinne einer unternehmerfreundlichen Politik begrüßen wir dies ausdrücklich.

Malta - Niedrige Steuersätze sind nur ein Grund für die Insel

Lizenzen, Einbürgerung und eine hohe Servicekultur!

Die Mittelmeerinsel ist vor allem als Urlaubsort bekannt. Das Malta aber mehr zu bieten hat, wissen einige Unternehmer und spezialisierte Kanzleien wie TSC:

Steuerreduzierung bei Handel und vermietung von Immobilien

Deutsche Unternehmen treffen gleich drei Belastungen bei der Vermietung: Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Letztere lässt sich durch eine Auslandsfirma vermeiden.

Ausländische Unternemen sind mit ihren Gewinnen in Deutschland beschränkt steuerpflichtig. So zumindest bei Gewinnen aus Vermietung und Verpachtung. Inländische Unternehmen haben zusätzlich auch noch die Gewerbesteuer nach Hebesatz an die Gemeinde abzuführen. Dieser Besteuerung unterliegen ausländische Unternehmen nicht!

TSC hat sich in einem Exposèe der Frage gestellt, wann eine ausländische Gesellschaft die Gewerbesteuer vermeiden kann.

Wird eine Immobilie verkauft, fällt zu dem die Grunderwerbsteuer an. Diese kann je nach Bndesland 6% des Verkaufspreises vertragen.

Günstiger kann dagegen der Share-Deal sein, in der eine ausländische Firma Eigentümer der Immobilie ist. Wird diese Immobiliien-Firma von einer Holding gehalten, kann unter Umständen auch der Gewinn aus dem Verkauf der Immobilien-Firma steuerfrei sein. Somit wird nicht nur die Grunderwerbsteuer vermieden, sondern auch die Besteuerung des Gewinns aus dem Verkauf.

Über die Voraussetzungen informieren wir Sie in unserem Exposèe, das Sie gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für eine Schutzgebühr von EUR 149,00 bestellen können. Eine Übersicht mit Inhaltsverzeichnis finden Sie auf unserer Internetseite unter „Steuern planen“.

 

 

Zinsschranke laut BFH verfassungswidrig

Nach dem Nettoprinzip sind betrieblich veranlasste Zinsaufwendungen grundsätzlich als Betriebsausgaben abziehbar. Jedoch gibt es bei Körperschaften i.V.m. § 8a des Körperschaftsteuergesetzes eine Abzugsbeschränkung für solche Zinsaufwendungen, die den Zinsertrag übersteigen.

Dieser negative Zinssaldo ist nicht abziehbar, soweit er 30 % des verrechenbaren EBITDA übersteigt: die sog. Zinsschranke. Der nichtabziehbare Aufwand ist in die folgenden Wirtschaftsjahre regelmäßig vorzutragen. Die Zinsschranke kann aber als Betriebsausgabenabzug auch dann geltend gemacht werden, wenn der negative Zinssaldo des Unternehmens weniger als drei Millionen Euro beträgt oder die Eigenkapitalquote des konzernangehörigen Unternehmens diejenige des Konzerns um nicht mehr als 2 % unterschreitet (sog. Eigenkapital-Escape) oder bei Kapitalgesellschaften keine sog. schädliche Gesellschafterfremdfinanzierung vorliegt.

Den Verstoß gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes begründet der BFH damit, dass die Zinsschranke das Gebot der folgerichtigen Ausgestaltung des Ertragsteuerrechts nach Maßgabe der finanziellen Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen verletzt. Sie missachte das objektive Nettoprinzip, da nicht mehr das Nettoeinkommen der Besteuerung zugrunde gelegt werde. Das Abzugsverbot rechtfertige sich mangels folgerichtiger Umsetzung auch weder durch den vom historischen Gesetzgeber angeführten Zweck der Eigenkapitalstärkung noch durch das Ziel der Sicherung des deutschen Steuersubstrats. Gleiches gelte für das Anliegen, unkalkulierbare Steuerausfälle zu vermeiden.

Im Streitfall wurde die Zinsschranke bei der zu einem inländischen Konzern gehörenden Kapitalgesellschaft, die in der Immobilienbranche tätig ist, angewandt und der Betriebsausgabenabzug nach Maßgabe der Zinsschranke begrenzt; der zum Ende des ersten Streitjahres festgestellte Zinsvortrag entfiel darüber hinaus im Folgejahr infolge einer betriebsbezogenen Umstrukturierung. Die Steuerbelastung in diesem "reinen Inlandsfall" (keine Finanzierung aus dem Ausland) wertet der BFH aus den vorgenannten Gründen als gleichheitswidrigen Eingriff in den Kernbereich des ertragsteuerrechtlichen Nettoprinzips, der auch nicht durch den Aspekt der Missbrauchsverhinderung gerechtfertigt werden könne.

Bereits in seinem Beschluss vom 18. Dezember 2013 I B 85/13 hatte der BFH in einem summarischen Verfahren Zweifel an der Verfassungskonformität der Zinsschranke geäußert. Dazu hatte das Bundesministerium der Finanzen (BMF) am 13. November 2014 einen sog. Nichtanwendungserlass angeordnet. Das BMF begründete dies insbesondere mit den "Gefahren für die öffentlichen Haushalte".

Aus Pressemitteilung Nr. 13 / 2016 zu Beschluss vom 14.10.15 - I R 20/15 des BFH

Kurz notiert

IP-Box-Modell vor Änderungen

Die Steuerbegünstigungen für Einnahmen aus Intellectual Property (IP) wie z.B. Urheberrechte, Markenrechte, Lizenzen und Patente, werden sich mittelfristig ändern. Erste Verhandlungen innerhalb der EU haben begonnen. Wir halten Sie über die Möglichkeiten der IP-Box auf dem Laufenden.

Kooperationsangebot

Unter steuerberater.taxsavingcorp.com finden Steuerberater, Rechtsanwälte und Unternehmensberater eine speziell auf die beratenden Berufe zugeschnittene Informationsseite.

Bankkonto Lettland

Mandanten, die ein Bankkonto bei der Rietumu Banka in Lettland eröffnen wollen, können über uns einen Beratungstermin in Deutschland vereinbaren.

TSC in den Sozialen Netzwerken

TSC auch bei Facebook

TSC in den Sozialen Netzwerken vertreten und informiert über Steuern, Recht und Wirtschaft. Nicht immer nur staubtrocken, sondern auch mit einem Augenzwinkern betrachten wir die internationale Welt des Steuerrechts auf Facebook. Folgen Sie uns und bleiben Sie auf dem Laufenden. Sie finden uns unter https://www.facebook.com/taxsavingcorp

Newsletter

Artikel drucken

Facebook

Sprechen Sie mit Freunden über Steuerrecht und Auslandsgesellschaften:

Unsere Facebook-Seite erreichen Sie hier:
TaxSavingCorporation

Blog - Steuern & Wirtschaft

Blog mit interessanten Beiträgen zu Wirtschaft, Steuern & Steuerrecht:

Meldungen zu Steuerrecht finden Sie auch in unserem Blog: 
www.taxsavecorp.blogspot.de

Newsletter