Gewerbesteuer vermeiden bei der Vermietung von Immobilien

Immobilienhandel und -vermietung

Weniger Steuern bei Immobilienhandel und -vermietung

Deutsche Unternehmen treffen gleich drei Belastungen bei der Vermietung: Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Letztere lässt sich durch eine Auslandsfirma vermeiden.

Ausländische Unternemen sind mit ihren Gewinnen in Deutschland nur beschränkt steuerpflichtig. So zumindest bei Gewinnen aus Vermietung und Verpachtung.

Hohe Besteuerung bei Erwerb und Vermietung

Bedenkt man die gesamte Besteuerung, so ergeben sich beim Erwerb und der Vermietung von Immobilien noch mehr Besteuerungsarten:

  • Grunderwerbsteuer (GrEStG) beim Kauf,
  • Körperschaftssteuer (KSt) bei der Vermietung,
  • Solidaritätszuschlag (Soli) auf die KSt bei der Vermietung,
  • Gewerbesteuer (GewSt) bei der Vermietung,
  • Abgeltungssteuer (AbgSt) bei der Ausschüttung an den Gesellschafter.
  • Solidaritätszuschlag (Soli) auf die AbgSt bei der Ausschüttung,

Ist der Eigentümer der vermieteten Immobilie eine Personengesellschaft (GbR, OHG, KG), so hat diese anstelle der Körperschaftssteuer Einkommensteuer nach Tabelle zu zahlen; die Abgeltungssteuer entfällt. Leicht erreichen Personengesellschaften Besteuerungssätze von mehr als 50%!

Besteuerung bei der Veräußerung einer Immobilie

Wird eine Immobilie verkauft, so fällt diese Besteuerung nochmals an. Für die Grunderwerbsteuer sind Verkäufer und Käufer Gesamtschuldner. Sie haften dem Staat gegenüber also auf Erfüllung der Steuerschuld.

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Deutschland je nach Bundesland 3,5 bis 6,5% - Tendenz steigend.

Bundesland

gültig ab

Steuersatz

Baden-Württemberg

05.11.2011

5,0%

Bayern

01.09.2006

3,5%

Berlin

01.01.2014

6,0%

Brandenburg

01.07.2015

6,5%

Bremen

01.01.2014

5,0%

Hamburg

01.01.2009

4,5 %

Hessen

01.08.2014

6,0%

Mecklenburg-Vorpommern

01.07.2012

5,0%

Niedersachsen

01.01.2014

5,0%

Nordrhein-Westfalen

01.01.2015

6,5%

Rheinland-Pfalz

01.03.2012

5,0%

Saarland

01.01.2015

6,5%

Sachsen

01.09.2006

3,5%

Sachsen-Anhalt

01.03.2012

5,0%

Schleswig-Holstein

01.01.2014

6,5%

Thüringen

07.04.2011

5,0 %

Auslandsfirma bringt Vorteile bei der Vermietung

Eine Auslandsfirma unterliegt zwar mit ihren Einkünften aus Vermietung und Verpachtung der Körperschaftssteuer und Soli hierauf. Nicht jedoch der Gewerbesteuer!

Die Gewerbesteuer beträgt 3,5% mal Hebesatz der Gemeinde. Der Hebesatz beträgt mindestens 200%, erreicht in Städten wie München oder Essen 480% bis 490%.

Im Schnitt betrug der Gewerbesteuerhebesatz in Deutschland 2015 rund 356,4%; dies ergibt eine Gewerbesteuer von ca. 12,5%

Bei richtiger Gestaltung lassen sich also rund 12,5% Steuern vermeiden. Jedoch gibt es einige Punkte, die bei der Vermietung durch eine ausländiche Gesellschaft zu beachten sind.

Auslandsfirma bringt Vorteile beim Verkauf

Hält eine Firma das Eigentum an der Immobilie, so kann anstelle der Immobilie auch die Firma verkauft werden. In diesem Fall spricht man von {tip Share-Deal vs. Asset-Deal::Beim Share-Deal werden die Anteile der Firma verkauft. Beim Asset-Deal werden die Werte der Firma verkauft.}Share-Deal{/tip}.

Zu beachten sind Fristen für das Halten von Mindestanteilen an der Firma und die Häufigkeit der Veräußerungen.

Gerne beraten wir Sie hierzu eingehender!

Vorteile bei der Vermietung oder dem Verkauf nutzen

Die vorgenannten Vorteile zu nutzen ist nicht ohne weiteres zu erlangen. Genaue Planung und Besonderheiten im Einzelfall sind zu berücksichtigen. Gerne informieren wir Sie vorab zu den groben Rahmen und Voraussetzungen der Steueroptimierung im Immobilienbereich.

Hierzu haben wir für unsere Mandanten eine Exposée erstellt, das Sie gegen eine Schutzgebühr vorn EUR 149,00 bei uns bestellen können. Bitte senden Sie uns für die Bestellung eine kurze Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Eine Übersicht mit Inhaltsverzeichnis finden Sie unten zum Download.