TSC berät Sie bei der Besteuerung einer Liechtensteiner Stiftung

Stiftung Liechtenstein und Steuern

Wie wird eine Stiftung in Liechtenstein besteuert?

Sofern keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgt, gilt die Stiftung seit Januar 2011 zu den Privatvermögenstrukturen (PVS). Diese PVS zahlen lediglich eine Pauschalsteuer.

Da es sich hierbei um keine Unternehmen handelt, verstößt die Pauschalbesteuerung nicht gegen Beihilferegelungen der EFTA und wurde von dieser genehmigt.

Mindeststeuer oder Flat-Tax

Die PVS ist nicht wirtschaftlichtätig und zahlt nur eine geringe Pauschalsteuer von CHF 1.200.

Ist eine Stiftung wirtschaftlich tätig, sind deren Gewinne mit 12,5% auf den Ertrag zu besteuern. Gewinne aus Intellectual Property, wie Einnahmen aus Lizenzen, Patenten oder Marken und Urheberrechten werden jedoch nur mit 2,5% effektiv besteuert.

  • Die Mindeststeuer beträgt lediglich CHF 1.200,00.
  • Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt.

Ausführungen zur Besteuerung in Liechtenstein finden Sie auch hier.

Steuervorteil durch Stiftung als Holding

Ist die Liechtensteinische Stiftung an anderen Unternehmen beteiligt, greift das Holding-Privileg: Dividenden, Kapital- und Liquidationsgewinnen auf Beteiligungen sind steuerfrei!

Da bei verbundenen Unternehmen eine Gruppenbesteuerung stattfindet und die EU-Mutter-Tochter-Richtlinie auf Liechtensteiner Unternehmen anwendbar ist, besteht ein enormer Steuervorteil.

Begünstigte auf Lebenszeit und Erbschaftssteuer

Der Gründer kann auch sich selbst als Begünstigten auf Lebenszeit und spätere Generationen als nachfolgende Begünstigte auf Lebenszeit ernennen. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für Stifter an, deren Heimatstaat ein Nacherbe nicht kennt oder begrenzt gestattet.

Für juristische Personen in Deutschland als Vorerbe oder Nacherbe ist die Unwirksamkeit der Nacherbschaft gem. § 2109 II BGB nach 30 Jahren zu beachten!

Weiters ist die Liechtensteiner Stiftung auch vorteilhaft, wenn der Stifter in einem Staat wohnt, der hohe Erbschaftssteuern erhebt: Durch die Begründung einer Stiftung kann der Stifter verhindern, dass das Erbe jeder nachfolgenden Generation durch die Steuerbelastung erheblich reduziert wird. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass das Stiftungsvermögen in Liechtenstein keinen Erbschaftssteuern unterliegt (Abschaffung der Erbanfallsteuer in Liechtenstein zum 01.01.2011).

Deklaration und Buchführung

Eine Stiftung in Liechtenstein, die kein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreibt und deren statutarischer Zweck den Betrieb eines solchen Gewerbes nicht zulässt, müssen jährlich einen Vermögensstatus erstellen. Dieser Vermögensstatus stellt die Aktiva und Passiva gegenüber. Basierend auf dem Vermögensstatus erklärt das liechtensteinische Verwaltungsorgan der Stiftung gegenüber dem Öffentlichkeitsregisteramt, dass ein Vermögensstatus vorliegt und im vergangenen Jahr kein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betrieben wurde. Der Vermögensstatus selbst ist nicht einzureichen.

Für eine hinterlegte Stiftung in Liechtenstein ist besteht keine Deklarationspflicht. Eine Buchführung ist für die hinterlegte Stiftung auch nicht zwingend erforderlich.

Für die eingetragene Stiftung, die wirtschaftliche Zwecke verfolgt, ist Buchführung allerdings Pflicht. Verfolgt sie keine wirtschaftlichen Zwecke, ist sie dennoch Deklarationspflichtig.

Bei Deklaration und Buchführung unterstützen wir Sie durch unsere Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Liechtenstein allerdings gerne.

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, der für Sie zuständige Berater für eine Stiftungsgründung in Liechtenstein wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

 


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