Sichere Firmengründung auf den British Virgin Islands (BVI)

Rechtssichere Gestaltung der BVI International Business Company

Was sollte ich bei der Gründung der Offshore-Firma beachten?

Die British Virgin Islands International Business Company (BVI IBC) ist eine Gesellschaft für vielerlei Zwecke und flexibel einsetzbar ist.

Jedoch sollte die Gründung einer Offshore-Gesellschaft in der Steueroase BVI gut abgewogen werden.

Die Steueroase BVI und die IBC

Die Steuerbelastung für Offshore-Firmen in den British Virgin Islands ist gleich Null. Außer Verbrauchssteuern und Zöllen werden keine Steuern erhoben, die Unternehmensgewinne sind daher steuerfrei.

Dennoch sollte man sich bewußt sein, dass eine Offshore-Gesellschaft nach internationalem Steuerrecht oft als rechtswidrige Zwischengesellschaft angesehen wird.

In dieser Kronkolonie südlich von Kuba gilt – mit geringen Anpassungen – angelsächsisches Common Law. Die Gründung und Ausgestaltung der BVI IBC ähnelt daher einer UK Limited.

Die anonyme Gründung mittels Inhaberaktien ist möglich. Allerdings weisen wir darauf hin, dass die meisten Banken vor Ort dann eine Kontoeröffnung ablehnen. Die Eröffnung in einem anderen Offshore-Staat ist zwar möglich, widerspricht aber dem Grundgedanken der Betriebsstätte.

Als Geschäftsführer kann vor Ort ein Treuhänder als Nominee-Director eingesetzt werden.

Gesellschafter, Geschäftsführer und weitere Details der Firma werden nicht an das Handelsregister auf den Jungferninseln gemeldet sondern liegen nur unserer Kanzlei als Registered Agent in Road Town vor.

Sichere Firmengründung in einer Steueroase

Zur rechtssicheren Ausgestaltung der BVI Limited sollte {tooltip Wohnsitz::Eine einfache Anmeldung genügt nicht. Die Person muß nachweisbar ihren Lebensmittelpunkt auf den BVI haben}eine dort ansässige Person{/tip} als Direktor angestellt werden. Zwischen dem Director und der Firma wird dazu ein Angestelltenvertrag mit ortsüblichen, vergleichbaren Gehalt geschlossen. Natürlich können auch Sie oder ein von Ihnen Beauftragter den gewöhnlichen Aufenthalt auf die Jungferninseln verlagern und dann als Director agieren.

Zudem muß ein ordentlicher Geschäftssitz installiert werden. Durch ein Büro mit Mietvertrag erfolgt der Nachweis, dass auf den BVI ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb vorliegt.

Durch die geschäftliche Oberleitung und dem qualifizierten Geschäftsbetrieb wird nachgewiesen, dass die geschäftlichen Tätigkeiten von den BVI aus realisiert werden.

 

Viele nationale Steuergesetze im jeweiligen Heimatstaat verlangen zudem einen wirtschaftlichen Grund, warum die Tätigkeiten ausgerechnet von diesem Niedrigsteuerland aus geführt werden. In Deutschland vgl. hierzu § 8 AStG.

Ausnahme: Eine Produktionsstätte, eine Stätte zur Ausnutzung von Bodenschätzen, ein Land- oder Forstwirtschaftlicher Betrieb oder eine Bauausführung mit einer Dauer von mehr als 12 Monaten lösen immer eine Betriebsstätte auf BVI aus.

Zudem verlangen die Heimatstaaten meist den effektiven Nachweis, dass es sich nicht um eine rechtswidrige Zwischengesellschaft handelt; sog. Umkehr der Beweislast.

Vielen Mandanten ist dieser Aufwand zu hoch, die Kosten stehen nicht im Verhältnis zur erhofften Steuerersparnis oder der Nachweis eines wirtschaftlichen Grundes kann nicht erbracht werden. In einem dieser Fälle empfehlen wir alternativ die Gründung in einem anderen Offshore-Staat (Belize, Mauritius, Seychellen, etc.) oder besser die Gründung einer Firma in einem Niedrigsteuerstaat der EU (Madeira, Zypern, Gibraltar).

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