Vermögensverwaltungsgesellschaft Liechtenstein zum Schutz Ihrer Assets gründen

Vermögensverwaltungsgesellschaft Liechtenstein

Schutz privaten oder unternehmerischen Vermögens

Mithilfe einer Vermögensverwaltungsgesellschaft (VVG) in Liechtenstein können Sie als Privatpersonen oder mit Ihrem Unternehmen ihr Vermögen legal und rechtssicher im Fürstentum Liechtenstein (FL) anlegen.

Daneben bietet das Fürstentum Liechtenstein weitere Vorteile, wie den Ruf eines seriösen Standortes, moderate Steuern und eine hohe Beachtung des Bankgeheimnisses.

Liechtenstein gehört dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) an, wodurch die Dienstleistungen einer Liechtensteiner VVG in den 28 Ländern der Europäischen Union (EU) sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein angeboten werden dürfen. Dazu darf die Vermögensverwaltungsgesellschaft auch einen vertraglich gebundenen Vermittler einsetzen, der im Namen und unter der unbeschränkten und vorbehaltlosen Haftung der VVG Kunden berät.

So kann das Unternehmen mit Sitz in Liechtenstein europaweite Finanzberatungen durchführen, ohne Zweigstellen in anderen Staaten einrichten zu müssen.

Welche Tätigkeiten und Vermögenswerte können ausgeübt bzw. verwaltet werden?

Art. 3 des Gesetzes vom 25. November 2005 über die Vermögensverwaltung (Vermögensverwaltungsgesetz; VVG) regelt den Geschäftsbereich einer VVG:

Geschäftsbereich
  1. Vermögensverwaltung nach Art. 2 Abs. 1 umfasst folgende Dienstleistungen:
    1. Portfolioverwaltung;
    2. Anlageberatung;
    3. Annahme und Übermittlung von Aufträgen, die ein oder mehrere Finanzinstrumente zum Gegenstand haben; und
    4. Wertpapier- und Finanzanalyse oder sonstige Formen allgemeiner Empfehlungen, die Geschäfte mit Finanzinstrumenten betreffen, die direkt der Kundenbetreuung dienen.
  2. Die gewerbsmässige Erbringung und Vermittlung von Dienstleistungen nach Abs. 1 für Dritte darf ausschliesslich von Vermögensverwaltungsgesellschaften erbracht werden. Vorbehalten bleibt Art. 2 Abs. 2
  3. Vermögensverwaltungsgesellschaften dürfen zu keinem Zeitpunkt Vermögenswerte Dritter entgegennehmen oder halten.

Die in Artikel 3 Abs. 1 genannten Dienstleistungen werden in Artikel 4 Absatz 1 e) bis g) ausführlich definiert (Begrifsbestimmungen).

Diese Vorteile bietet eine VVG in Liechtenstein

Die Gründung einer Vermögensverwaltungsgesellschaft in Liechtenstein ist geregelt:

Die Gesetze des Fürstentums bezüglich Investmentunternehmen und Anlagefonds gehören zu den modernsten in Europa. Dadurch wird den Anlegern für ihr Vermögen höchster Schutz geboten, während sie gleichzeitig von einer zeitgemäßen und liberalen Gesetzgebung profitieren. Fonds können flexibel gestaltet werden, sind jedoch durch das Single-License-Prinzip beziehungsweise durch den Europapass für ­UCITS III Fonds den Anlageprodukten anderer EU-Staaten gleichgestellt. Die Dienstleistungen der VVG können in der gesamten Europäischen Union beziehungsweise im EWR angeboten werden, ohne erneute Bewilligungen beantragen zu müssen­. Bei der Gründung einer VVG in Liechtenstein müssen zur Erlangung der Konzession keine Sprachbarrieren überwunden werden, da die Amtssprache Deutsch ist.

Liechtensteinische Unternehmen sind von den Zahlungen von Kapitalsteuer und von Couponsteuer befreit. Sofern es sich um eine Gesellschaft mit Steuerstatus als Privatvermögensstruktur (PVS) handelt, muss lediglich eine Mindestertragssteuer von CHF 1.200,00 gezahlt werden.

Eine PVS verwaltet zum Beispiel das Privatvermögen einer Familie oder einer Gemeinschaft, das aus einem Erbe stammt.

Für die übrigen Unternehmen wird eine Ertragssteuer von 12,5 % des Gewinns fällig, die mit einem Eigenkapitalzinsabzug von 4 % und mit der Freistellung von Beteiligungsgewinnen und Beteiligungserträgen kombiniert werden kann. Auch weitere Steuervergünstigungen für eine VVG in Bezug auf einen zeitlich unbegrenzten Verlustvortrag oder die privilegierte Besteuerung von Immaterialgüterrechten (IP) wurden mit dem am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen liechtensteinischen Steuergesetz beschlossen. Gleichzeitig wurde die Erbschaftssteuer in dem Fürstentum abgeschafft.

Zudem verfügt Liechtenstein über eine moderne Gesetzgebung, eine solide Wirtschaftslage sowie eine stabile Sozialordnung.

Durch die enge Anbindung an die Schweiz garantiert Liechtenstein politische und wirtschaftliche Stabilität, die das Investment der Anleger schützt. Zusätzlich wird der nationale Finanzmarkt durch die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) beaufsichtigt und überwacht. Die Maßnahmen der FMA dienen sowohl dem Schutz der Anleger als auch der Stabilitätssicherung des Finanzplatzes Liechtenstein.

Welche Rahmenbedingungen gelten für eine VVG?

Die Tätigkeitsbereiche einer VVG in Liechtenstein liegen in der Anlageberatung für Privatvermögen und Geschäftsvermögen, der Annahme und Übermittlung von Finanzaufträgen, der Portfolioverwaltung, der Finanzplanung, der Wertpapieranalyse sowie der Finanzanalyse.

Dazu muss die VVG bei ihren Klienten unterscheiden zwischen

  • nichtprofessionellen Kunden,
  • professionellen Kunden oder
  • geeigneten Gegenparteien.

Diese Unterscheidung bestimmt das Schutzniveau, das die Anleger genießen.

Nichtprofessionelle Kunden

Nichtprofessionelle Investoren, zum Beispiel Erben, die das geerbte Vermögen nach Abzug der deutschen Erbschaftssteuer gewinnbringend anlegen möchten, genießen das höchste Schutzniveau. Sie erhalten umfassende Informationen über das geplante Investment und werden genau über die Risiken aufgeklärt.

Professionelle Kunden

Handelt es sich bei den Klienten der VVG um professionelle Kunden oder um ein Unternehmen, das sein Gesellschaftsvermögen mithilfe der VVG investiert, darf der Schutz des Anlegers nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Geeignete Gegenpartei

Die VVG kann davon ausgehen, dass eine geeignete Gegenpartei über ausreichende Finanzkenntnisse verfügt und dass sie in der Lage ist, ein gewisses finanzielles Risiko zu tragen. In diesem Fall würde eine zu ausführliche Beratung als störend oder sogar geschäftsverzögernd empfunden.

So erfolgt die Gründung einer VVG in Liechtenstein

Die Gründung einer Vermögensverwaltungsgesellschaft in Liechtenstein muss durch die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) genehmigt werden.

Vermögen in Liechtenstein schützenZur Erteilung der Bewilligung prüft die FMA, ob die Voraussetzungen nach Artikel sechs des Gesetzes über die Vermögensverwaltung erfüllt sind. Dieser Artikel besagt, dass sich Sitz und Hauptverwaltung der Gesellschaft in Liechtenstein befinden müssen. Die Betriebsstätte muss den personellen und räumlichen Erfordernissen angemessen sein. Die VVG muss über eine Organisationsstruktur verfügen, die dazu geeignet ist, die Aufgaben der Gesellschaft angemessen zu erfüllen. Dazu müssen die Führungskräfte der VVG über die entsprechende fachliche Ausbildung verfügen und auch von ihrer Persönlichkeit her dazu in der Lage sein, die Geschäftsführung auszuüben. Eine VVG wird in Liechtenstein in der Regel als Liechtensteiner Anstalt gegründet, die anschließend die Zulassung als Vermögensverwaltungsgesellschaft bei der FMA beantragt.

Die Anstalt nach Liechtensteiner Recht ist besonders für Handelsgeschäfte geeignet, aber auch als Holding zur Übernahme von Verwaltungsaufgaben, als Finanzholding oder als operative Holding denkbar. Die Gründung einer VVG in Liechtenstein durch natürliche Personen ist nicht möglich.

Das Gesellschaftsvermögen als Eigenkapital beträgt mindestens 100.000,00 Schweizer Franken.

Welches Personal ist für eine VVG erforderlich?

Um eine Konzession zu erlangen, sollte eine VVG in Liechtenstein über zwei Geschäftsführer verfügen. Wird nur ein Geschäftsführer eingesetzt, muss zur Erteilung der Bewilligung nachgewiesen werden, dass ein geeigneter Stellvertreter oder Nachfolger die Geschäftsführung jederzeit übernehmen kann. Der oder die Geschäftsführer müssen entweder in Liechtenstein oder grenznah zu dem Fürstentum wohnen. Es muss sich um einen Staatsbürger der EU einschließlich Norwegen und Island, der Schweiz oder natürlich aus Liechtenstein handeln und der Geschäftsführer muss über eine mindestens dreijährige Praxiserfahrung in einer ähnlichen Position verfügen. Es muss sich entweder um einen Gesellschafter oder um einen Arbeitnehmer mit einem festen Anstellungsverhältnis handeln. Der Geschäftsführer einer VVG in Liechtenstein darf in maximal zwei Vermögensverwaltungsgesellschaften tätig sein, um zu gewährleisten, dass er seinen beruflichen Verpflichtungen jederzeit nachkommen kann.

Tax Saving Corporation kann Ihnen die erforderlichen Geschäftsführer als Angestellte oder Treuhänderisch stellen oder für Sie geeignetes und zuverlässiges Personal suchen, das den gesetzlichen Anforderungen einer VVG in Liechtenstein gerecht wird.

Die gesetzlichen Erfordernisse zur Gründung und Führung einer VVG in Liechtenstein

Die gesetzlichen Grundlagen zur Gründung und Führung einer VVG in Liechtenstein finden sich unter anderem in

  • dem Gesetz über die Vermögensverwaltung (Vermögensverwaltungsgesetz VVG),
  • dem Gesetz über die Banken und Finanzgesellschaften (Bankengesetz),
  • dem Gesetz über Investmentunternehmen (IUG),
  • dem Gesetz über bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (UCITSG)
  • dem Gesetz über die beruflichen Sorgfaltspflichten bei Finanzgeschäften (Sorgfaltspflichtgesetz SPG).

Daneben sind zahlreiche Verordnungen für eine liechtensteinische VVG zuständig. Die Vorschriften dieser Gesetze und Verordnungen besagen, dass die Gründung einer VVG nur dann möglich ist, wenn ein tragfähiger Geschäftsplan vorgelegt wird, aus dem auch der organisatorische Aufbau der Vermögensverwaltungsgesellschaft hervorgeht.

Die Eigentumsverhältnisse müssen offengelegt werden und eine externe Revisionsstelle ist zu bestellen. 

Unsere Leistungen im Rahmen der Gründung einer VVG in Liechtenstein

TSC berät Sie weitreichend im Vorfeld des Gründungsvorhabens. Wenn Sie planen, eine VVG in Liechtenstein oder andere Strukturen zum Schutz des Vermögens aufzubauen – etwa ein CIF auf Zypern oder eine Stiftung in Liechtenstein oder der Schweiz – werden Sie bei der Auswahl des geeigneten Standortes von unseren Kompetenten Rechtsanwälten und Steuerberatern beraten.

Nach der Festlegung des Standortes werden wir für Sie und in Zusammenarbeit mit Ihnen einen validen Business-Plan ausarbeiten der auch einen genauen Kostenplan enthält.

Abhängig davon, ob Sie oder eine von Ihnen beauftragte Person die Geschäftsführung übernehmen oder wir für Sie geeignetes und zuverlässiges Personal suchen sollen, werden wir entsprechende Personalstrukturen in Liechtenstein etablieren.

Die Suche nach einer Geschäftsadresse, die den Ansprüchen an einen qualifizierten Geschäftsbetrieb hinreichend erfüllt ist hierbei einer der selbstredenden Serviceleistungen von Tax Saving Corporation.

Unsere Leistungen schließen die Gründung der Basisgesellschaft – Anstalt oder GmbH in Liechtenstein – ebenso ein, wie die Beantragung der Bewilligung durch Rechtsanwälte in Vaduz.

Nach erfolgreicher Gründung und Bewilligung durch die FMA stehen wir Ihnen, Ihrem Unternehmen und der Vermögensverwaltungsgesellschaft in Liechtenstein mit unseren Rechtsanwälten und Steuerberatern tatkräftig in allen Fragen zur Seite.

Wie fange ich mit der Gründung einer VVG in Liechtenstein an?

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie die Gründung einer Vermögensverwaltungsgesellschaft in Liechtenstein oder anderen Schutzmechanismen für Ihr Vermögen planen. Unsere zuständigen Berater helfen Ihnen gerne weiter.