Steuerbegünstigung von KMU in Liechtenstein

Mittelstand und Liechtenstein

KMU: Wettbewerbsvorteile und Vermögen sichern

Für mittelständische Unternehmen bietet die Firmengründung in Liechtenstein mehrere Vorteile.

Viele Geschäftsführer deutscher mittelständischer Unternehmen können rechtssicher und legal Steuern sparen, wenn sie ihr Unternehmen in eine Liechtensteiner Holding-Gesellschaft einbinden.

Steuerlast für mittelständische Unternehmen senken

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken und als deutscher Unternehmer von der Liechtensteiner Steuergesetzgebung zu profitieren.

Durch die Bildung einer Konzernstruktur oder durch die Gründung einer Gesellschaft zur Verwaltung immaterieller Wirtschaftsgüter (IP-Box) kann ein deutsches Unternehmen erhebliche Steuerersparnisse erzielen.

Ferner bietet sich die Sicherung der Vermögenswerte einer Firma durch eine Vermögensverwaltungsgesellschaft in Liechtenstein an. Eine Stiftung nach Liechtensteiner Recht ist für die Nachfolgeregelung deutscher Firmen und für die Vermeidung von Erbschaftsteuer interessant.

Die Liechtensteiner Holding

Es handelt sich bei einer Holding um eine juristische Person mit Geschäftssitz in Vaduz, Liechtenstein.

Der Zweck der Holding-Gesellschaft liegt in der Verwaltung von Liegenschaften und Immaterialgüterrechten sowie im Halten von Beteiligungen an anderen Firmen (verbundene Unternehmen). Ein Holdingunternehmen nach Liechtensteiner Recht wird in der Regel in der Rechtsform Stiftung, Treuunternehmen oder Anstalt geführt. Je nach Funktion der Holdingfirma handelt es sich um

  • eine operative Holdinggesellschaft,
  • eine Management-Holding,
  • eine Finanzholding oder um
  • eine organisatorische Holding.

Eine organisatorische Holdinggesellschaft bietet sich an, wenn ein deutsches Unternehmen in eine Firmenstruktur eingebunden wird, um Steuern zu sparen und so seine Einnahmen zu erhöhen­. Holdinggesellschaften profitieren in Liechtenstein von einer privilegierten Steuergesetzgebung. So unterliegen die aktiven Einnahmen der Ertragssteuer von 12,5% des steuerbaren Reinertrages, der um den Eigenkapitalzinsabzug von 4% gekürzt wird.

Auch Dividenden, Kapitalgewinne, Ergebnisse ausländischer Betriebsstätten sowie Mietverträge für ausländisches Grundvermögen vermindern die Ertragssteuer. Der Mindestsatz für die Liechtensteiner Ertragssteuer liegt bei CHF 1.200,00. Kapitalgewinne und Dividenden aus dem Verkauf von Beteiligungen an juristische Personen sind komplett steuerfrei. Außerdem besteht die Möglichkeit des zeitlich unbeschränkten Verlustvortrages sowie der Aufrechnung von Gewinnen und Verlusten von Konzerngesellschaften.

Besteuerung einer IP-Box in Liechtenstein

Die Gründung einer Gesellschaft zur Verwaltung immaterieller Wirtschaftsgüter (IP-Box)

Deutsche Unternehmen, die Einkünfte aus immateriellen Wirtschaftsgütern (auf Englisch intellectual property, abgekürzt IP) erzielen, können von einer privilegierten Besteuerung profitieren, sofern sie in Liechtenstein eine Firma gründen. Das Halten von Lizenz-, Patent- oder Markenrechten in einer Firma wird als IP-Box bezeichnet.

Mit der Gründung erfolgt der Übertrag der immateriellen Wirtschaftsgüter auf die Muttergesellschaft (Holding). Da die Rechte an Immaterialgütern nicht an einen festen Standort gebunden sind, kann der Übertrag schnell und unkompliziert erfolgen. Die IP-Muttergesellschaft übernimmt die Verwaltung und Vermarktung der immateriellen Wirtschaftsgüter und sorgt für deren Schutz. Auch Weiterentwicklungen und die Vergabe von Lizenzen an andere Unternehmen des Konzerns oder an Dritte liegen im Aufgabenbereich der IP-Gesellschaft.

Zu den immateriellen Wirtschaftsgütern zählen Marken, Patente, Gebrauchsmuster und Muster. Damit die immateriellen Wirtschaftsgüter von einer 80-prozentigen Steuerbefreiung profitieren, müssen sie in einem inländischen, ausländischen oder internationalen Register eingetragen und darüber geschützt sein­. Die Firma muss die immateriellen Wirtschaftsgüter vor dem 1. Januar 2011 erworben haben oder sie wurden von dem Unternehmen vor diesem Stichtag geschaffen und in dem entsprechenden Register eingetragen. Da die Ertragssteuer in Liechtenstein 12,5% beträgt, werden die Erträge aus den immateriellen Wirtschaftsgütern nur mit einem effektiven Steuersatz von 2,5 % besteuert. Als Bemessungsgrundlage für die Steuerberechnung dienen die Einnahmen aus der Verwertung, der Nutzung und dem Verkauf der Immaterialgüter. Von den Einkünften werden steuerrelevante Aufwendungen sowie Abschreibungen der IP-Rechte abgezogen.

Sicherung von Vermögenswerten durch eine Vermögensverwaltungsgesellschaft oder Stiftung

Um das Betriebsvermögen zu erhalten, können deutsche Unternehmer in Liechtenstein eine Vermögensverwaltungsgesellschaft als Privatvermögensstruktur (PVS) gründen. Die PVS muss als juristische Person gegründet werden und sie darf keine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben. Lediglich die Verwaltung, der Besitz sowie Kauf und Verkauf von Vermögenswerten sind erlaubt. Im Vordergrund steht der Erhalt des Vermögens und weniger die Steigerung der Vermögenswerte. Werden diese Bedingungen erfüllt, unterliegt die Liechtensteiner Vermögensverwaltungsgesellschaft als Privatvermögensstruktur (PVS) einer Besteuerung nach dem Mindestsatz von CHF 1.200,00 pro Jahr.

Eine Stiftung nach Liechtensteiner Recht ist eine juristische Person, die über Vermögenswerte verfügt, die sie im Sinne der Begünstigten, auch Destinatäre genannt, verwaltet. Der Stiftungszweck kann in dem Unterhalt einer Familie liegen. Der Stiftungsgründer kann sich selbst als Begünstigten zu seinen Lebzeiten bestimmen. Anders als in Deutschland ist die nachfolgende Bestimmung von Begünstigten über mehrere Generationen hinweg ebenfalls möglich, wodurch eine Unternehmensfamilie Erbschaftsteuern spart.

Chancen für mittelständische Unternehmen

Europa bietet große Chancen für den Mittelstand: Langfristig wird ein mittelständisches Unternehmen erfolgreich sein, wenn es die Chancen des Gemeinsamen Europäischen Binnenmarktes auf allen Ebenen nutzt.

Dazu gehören:

  • besserer Zugang zu ausländischen Märkten,
  • vorteilhafte Abschreibungsmöglichkeiten,
  • geringere Besteuerung von Gewinnen,
  • weitreichende Ausnahmen bei der Besteuerung,
  • vereinfachte Verfahren bei Genehmigungen.

 

Steuerlast im Mittelstand reduzieren

Machen Sie sich das Steuergefälle innerhalb Europas zu nutzen. Profitieren Sie von Steueranreizen in anderen Staaten, wie z.B. Liechtenstein. Dort gibt es oftmals bessere Möglichkeiten
zur steuerlichen Abschreibung, als in Deutschland oder Österreich.

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, der für Sie zuständige Berater hilft Ihnen gerne bei der Planung zur Reduzierung der Steuerlast ihres mittelständischen Unternehmens.